Freitag, 27. Februar 2015


Crowdfunding – eine neue Finanzierungsform

Heute bin ich beim Lesen der Vorarlberger Nachrichten auf einen interessanten Artikel über Crowdfunding gestoßen. Ich weiß, die VN  ist normalerweise nicht gerade die beste Quelle, doch dieser Artikel finde ich interessant. Ich und mein Maturaprojektteam haben es uns zur Aufgabe gemacht, die alternative Finanzierungsform Crowdfunding besser kennen zu lernen.

Diese Statistik zeigt einen europaweiten Vergleich über den Umsatz, der bereits durch Crowdfunding in den einzelnen Mitgliedsstaaten erzielt wurde. Österreich liegt im Moment lediglich auf dem drittletzten Platz im Vergleich zu anderen 11 Staaten. Die Finanzierungsform ist noch relativ jung und hat laut verschiedener Expertenmeinungen noch kräftiges Potenzial.

 

Doch zuerst habe ich noch ein paar Informationen über die Funktionsweise von Crowdfunding:

Crowdfunding bietet einem jungen Unternehmer die Möglichkeit, an dringend benötigtes Kapital für sein Unternehmen zu kommen. Mit diesem Kapital kann der Unternehmer dann seine Unternehmung starten und notwendige Investitionen tätigen. Eine solche Aktion ist jedoch nicht nur für den Unternehmer interessant, sondern auch für Privatpersonen, welche auf der Suche nach einer neuartigen Form der Geldanlage sind.

Ich finde diese alternative Finanzierungsform wirklich interessant, da wie schon zuvor erwähnt sowohl der Unternehmer als auch der Investor davon profitieren. Der Unternehmer kommt so zu dringend benötigtem Kapital, um Firmenerweiterungen bzw. Neuerungen tätigen zu können. Der Anleger hat eine neue Anlageform, die mit einem Erlebnisfaktor verbunden ist, weil es in den meisten Fällen für den Investor möglich ist, das Geschehen in der Firma zu beobachten und zu sehen, was mit seinem Geld passiert.

Für den Investor ist es meiner Meinung nach auch deshalb interessant, weil das Risiko auf mehrere Anleger aufgeteilt wird und meist nur kleinere Beträge pro Investor investiert werden. Es ist klar, dass man dann Geld in Höhe seiner Beteiligung verlieren kann, doch durch die kleinen Beteiligungen hält sich der Schaden in Grenzen.

Ich könnte mich sowohl in der Rolle des Investors als auch in der Rolle des Unternehmers sehen.

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Samstag, 21. Februar 2015


Griechen heben ihr Erspartes ab

Griechenland ist aus finanzieller Sicht schon seit nun mehr als 4 Jahren das Sorgenkind der EU. Mittlerweile haben sich die griechischen Staatschulden auf über 300 Milliarden erhöht. Zudem hat das Land noch Nebenkredite in Höhe von etwa 115 Milliarden Euro bei beispielsweise TARGET2.
Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hält daran fest, aus dem bisherigen Hilfsprogramm der EU auszusteigen und sich selbst um die Angelegenheit zu kümmern, sei der einzige Weg um zu einer Lösung zu kommen. Um das Problem endgültig zu lösen sieht er eine Überbrückungsfinanzierung vor.

Angesichts dieser Zahlen und den Plänen des Ministerpräsidenten erklärt sich warum die Griechen voller Angst sind, ihr Geld zu verlieren. Um diesem Problem zu entgehen haben viele Bürger ihr Erspartes abgehoben, weshalb die Geldeinlagen bei den Banken auf weniger als 147 Milliarden Euro gesunken sind.

Ich finde es wahnsinnig und völlig unverständlich, dass Griechenland zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit hat, aus der EU auszusteigen, nachdem sie rund 230 Milliarden Euro Unterstützung erhalten haben. Das bisher investierte Kapital ist schlichtweg verloren. 230 Milliarden Euro einfach verloren! Kann es das sein?
Für mich ist die Situation in Griechenland vergleichbar mit der Situation in Liechtenstein rund um den Franken. Auch dort hat man mit sehr viel Geld bis zuletzt versucht, den Kurs künstlich hochzuhalten, um nicht an Wert zu verlieren. Doch was ist jetzt? Der Kurs ist gefallen und das bisher investierte Geld ist verloren.

Sollte Griechenland jetzt wirklich aus der EU austreten (können), wird es mit Sicherheit noch mehr Staaten geben die den selben Weg wählen. Zuerst kommt man zur EU, lässt sich finanziell in der Höhe von mehreren Milliarden unterstützen, macht sich dann aus dem Staub und gibt an zahlungsunfähig zu sein. Die anderen Mitgliedsstaaten der EU haben dann das Nachsehen und Geld in ein "Fass ohne Boden" investiert.

Wir werden sehen, wie sich die Situation in Griechenland bzw. der EU weiter entwickeln wird und ob es zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommt.

http://derstandard.at/2000011445411/schickt-Athener-Boerse-wieder-auf-Talfahrt
 
 
Freitag, 27.02.2015

Nachtrag zum Blogeintrag von letzter Woche:

Um dieses Thema vorübergehend abschließen zu können, habe ich hier noch ein paar Fortsetzungsnews. Die Regierung Athens hat einige Reformvorschläge pünktlich beim europäischen Parlament eingereicht.
Diese sind:
  • härtere Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung
  • Fortsetzung des Abbaus der Bürokratie
  • Reform des Steuersystems
  • Beseitigung von Anreizen für Frühpensionen
  • Reform der Lohngestaltung
  • Bekämpfung der humanitären Krise ohne finanzielle Auswirkungen
 
Wir werden sehen, ob diese Vorschläge zum Ziel führen und ob diese auch so wie geplant eingesetzt bzw. umgesetzt werden!