Griechen heben ihr Erspartes ab
Angesichts dieser Zahlen und den Plänen des
Ministerpräsidenten erklärt sich warum die Griechen voller Angst sind, ihr Geld
zu verlieren. Um diesem Problem zu entgehen haben viele Bürger ihr Erspartes
abgehoben, weshalb die Geldeinlagen bei den Banken auf weniger als 147
Milliarden Euro gesunken sind.
Ich finde es wahnsinnig und völlig unverständlich, dass
Griechenland zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit hat, aus der EU
auszusteigen, nachdem sie rund 230 Milliarden Euro Unterstützung erhalten haben.
Das bisher investierte Kapital ist schlichtweg verloren. 230 Milliarden Euro
einfach verloren! Kann es das sein?
Für mich ist die Situation in Griechenland vergleichbar mit der Situation in Liechtenstein rund um den Franken. Auch dort hat man mit sehr viel Geld bis zuletzt versucht, den Kurs künstlich hochzuhalten, um nicht an Wert zu verlieren. Doch was ist jetzt? Der Kurs ist gefallen und das bisher investierte Geld ist verloren.
Für mich ist die Situation in Griechenland vergleichbar mit der Situation in Liechtenstein rund um den Franken. Auch dort hat man mit sehr viel Geld bis zuletzt versucht, den Kurs künstlich hochzuhalten, um nicht an Wert zu verlieren. Doch was ist jetzt? Der Kurs ist gefallen und das bisher investierte Geld ist verloren.
Sollte Griechenland jetzt wirklich aus der EU austreten (können), wird es mit Sicherheit noch mehr Staaten geben die den selben Weg wählen. Zuerst kommt man zur EU, lässt sich finanziell in der Höhe von mehreren Milliarden unterstützen, macht sich dann aus dem Staub und gibt an zahlungsunfähig zu sein. Die anderen Mitgliedsstaaten der EU haben dann das Nachsehen und Geld in ein "Fass ohne Boden" investiert.
Wir werden sehen, wie sich die Situation in Griechenland
bzw. der EU weiter entwickeln wird und ob es zu einer für beide Seiten
akzeptablen Lösung kommt.
http://derstandard.at/2000011445411/schickt-Athener-Boerse-wieder-auf-Talfahrt
http://derstandard.at/2000011445411/schickt-Athener-Boerse-wieder-auf-Talfahrt
Freitag, 27.02.2015
Nachtrag zum Blogeintrag von letzter Woche:
Um dieses Thema vorübergehend abschließen zu können, habe ich hier noch ein paar Fortsetzungsnews. Die Regierung Athens hat einige Reformvorschläge pünktlich beim europäischen Parlament eingereicht.
Diese sind:
- härtere Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung
- Fortsetzung des Abbaus der Bürokratie
- Reform des Steuersystems
- Beseitigung von Anreizen für Frühpensionen
- Reform der Lohngestaltung
- Bekämpfung der humanitären Krise ohne finanzielle Auswirkungen
Wir werden sehen, ob diese Vorschläge zum Ziel führen und ob diese auch so wie geplant eingesetzt bzw. umgesetzt werden!
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