Das klassische Drama
Guten Morgen, heute möchte ich meine Dramenreihe mit dem klassischen Drama fortsetzten. Das klassische Drama zählt zur geschlossenen Form und spielte ab Ende 17. Jahrhundert. Zwei prägende, allseits bekannte Autoren für diese Form waren Schiller und Goethe. Geschlossene Form bedeutet, dass die Handlungen miteinander verknüpft sind, d.h. jede Szene wird aus der vorhergehenden entwickelt. Vorbild für das klassische Drama war das antike Drama.
Der Aufbau gleicht einer Pyramide aus 5 Akten
Im ersten Akt ist die Exposition -grobe Infos für das Publikum- über Personen, Raum und Zeit. In diesem Akt kommt noch kein Held auf der Bühne vor.
Im zweiten Akt steigt die Handlung, es gibt ein erregendes Moment und die Spannung steigt weiter. ERREGENDES MOMENT = Konflikt wird aufgebaut, somit steigt die Spannung weiter an.
Im folgenden Akt wird schon der Höhepunkt der Spannung erreicht, es folgt ein Wendepunkt. Hier steht die Lösung gegenüber der Katastrophe.
Im vierten Akt gibt es eine abfallende Handlung, der Ausgang der Handlung wird jedoch noch hinausgezögert, um die Spannung beim Publikum aufrecht erhalten zu können.
Im letzten Akt gibt es dann die Lösung. Hier stirbt der Held (Tragödie) oder wenn er es überlebt, lebt er "gebrochen" weiter.
Die Figuren sollten Vorbilder für das Publikum sein. Bzgl der Fallhöhe gibt es im Gegensatz zum antiken Drama insofern eine Änderung, weil es sich nicht mehr um Götter sondern um Menschen aus dem Adelsstand handelt.
Die Sprache ist eine Hochsprache in Versform. Es gibt Monologe wie auch Dialoge.
Das Ziel ist wieder das selbe wie beim antiken Drama, der Zuhörer sollte sich mit der Handlung identifizieren und es sollte eine Reinigung von Aggressionen geschehen.
Jetzt habe ich euch schon von 2 Formen des Dramas berichtet, nächste Woche werde ich die Reihe mit der offenen Form des Dramas fortsetzten.
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